A oder: Vom Verhängnis eines Buchstabens
Ich hatte hier versprochen, eine Erklärung für „A“ abzuliefern. „A“ ist in diesem Zusammenhang nämlich viel mehr als ein Buchstabe, es dient der hehren Wissenschaft und soll Geschichte bis zum kleinsten Nagel nicht nur glaubhaft, sondern „authentisch“ darstellen. Daher das A.
Dummerweise begnügen sich einige Menschen, die sich dem „a“ verschrieben haben, nicht damit, an ihrer Gewandung herumzufeilen, ihr Lager aufzurüsten oder sich in Bücher zu vertiefen. Nein, einige Menschen aus der „A“-Fraktion – man sollte sagen, aus der „Hardcore-A“-Fraktion – haben einen unstillbaren Drang zu missionieren. Vielleicht bringt das die akribische Arbeit mit sich, vielleicht liegt’s an den Genen. Tatsache ist jedoch, dass aus ihrer Sicht das Hobby „Mittelalter erleben“ nur auf eine Weise betrieben werden kann, nämlich auf ihre. Das bedeutet, dass man eben nicht nett gewandet auf einen Mittelalter-Markt gehen kann, wenn diese Gewandung nicht bis ins kleinste Detail durch Quellen belegt ist. Man darf das Mittelalter nicht interpretieren, das ist Blasphemie und Gummisohlen mögen zwar den Füßen gut tun, aber man muss halt hart im Nehmen sein.
Sicherlich bin ich einfach zu ignorant für solchen Eifer, doch wo ich das eben Geschriebene noch einmal überfliege, wundert es mich nicht mehr, dass ich mich (unter anderem) am Montag so aufregte.
Gottlob ist die „Hardcore-A“-Fraktion zwar die lauteste, aber auch die kleinste. Normale „As“ sind hilfreich, nett, haben enormes Wissen auf dem Kasten und teilen das auch gerne – ohne mit drohendem Blick auf gummibesohlte Schuhe zu starren oder vor jeder Info eine Litanei übers „A“ herauszuwürgen. Ein Hoch auf diese lieben Menschen, die wirklich etwas dafür tun, dass Geschichte lebendig wird.
Dummerweise begnügen sich einige Menschen, die sich dem „a“ verschrieben haben, nicht damit, an ihrer Gewandung herumzufeilen, ihr Lager aufzurüsten oder sich in Bücher zu vertiefen. Nein, einige Menschen aus der „A“-Fraktion – man sollte sagen, aus der „Hardcore-A“-Fraktion – haben einen unstillbaren Drang zu missionieren. Vielleicht bringt das die akribische Arbeit mit sich, vielleicht liegt’s an den Genen. Tatsache ist jedoch, dass aus ihrer Sicht das Hobby „Mittelalter erleben“ nur auf eine Weise betrieben werden kann, nämlich auf ihre. Das bedeutet, dass man eben nicht nett gewandet auf einen Mittelalter-Markt gehen kann, wenn diese Gewandung nicht bis ins kleinste Detail durch Quellen belegt ist. Man darf das Mittelalter nicht interpretieren, das ist Blasphemie und Gummisohlen mögen zwar den Füßen gut tun, aber man muss halt hart im Nehmen sein.
Sicherlich bin ich einfach zu ignorant für solchen Eifer, doch wo ich das eben Geschriebene noch einmal überfliege, wundert es mich nicht mehr, dass ich mich (unter anderem) am Montag so aufregte.
Gottlob ist die „Hardcore-A“-Fraktion zwar die lauteste, aber auch die kleinste. Normale „As“ sind hilfreich, nett, haben enormes Wissen auf dem Kasten und teilen das auch gerne – ohne mit drohendem Blick auf gummibesohlte Schuhe zu starren oder vor jeder Info eine Litanei übers „A“ herauszuwürgen. Ein Hoch auf diese lieben Menschen, die wirklich etwas dafür tun, dass Geschichte lebendig wird.
DantesMuse - 20-01-2005
